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Starre Haltung. Glatter Griff. Der Hauch einer Andeutung von Mimik. Meist von exaltierter Farbigkeit. Trotzdem haben wir mit den Spielzeugfiguren aus Plastik gerne gespielt. Hatten unsere kindliche Freude daran. Die Phantasie, unser Überschuss an Leben, sie glichen das Manko des Spielzeugs locker aus – dass es nämlich nur eine künstliche Wirklichkeit ist. Was geschieht aber, wenn das Manko, dieses grob Artifizielle das wirkliche Leben erobert? Per stereotypem Rollenvorbild in den Medien oder einer Schönheitschirurgie, deren zurechtgeschnittenen Antlitze an die undifferenzierten Physiognomien eben dieser Plastikgesichter erinnern. Dann entstehen Bilderserien wie "Scotty, Madonna und die Anderen" von Anna Peisl. Sie verwandelt Plastikfiguren zu Ikonen der Künstlichkeit. Verstärkt deren Symbolcharakter durch einen surrealen, weißen Raum, in dem sie zu schweben scheinen. Durch ein Licht, dessen Quelle wir nicht recht erraten können. Es ist wie die Wiederkehr des Spielzeugs in einem eigenartigen Traum, der seine Wirkung aus einem Widerspruch bezieht. Aus dem, was die Plastikfiguren uns bedeuteten. Und für was sie heute auch stehen können.